LG Dormund 13 O 2/09 Kart
Der Fall:
A ist Berufsspringreiter und zur Zeit des vorliegenden Falles auf Rang 13 der diesbezüglichen Weltrangliste geführt. B ist der nationale Dachverband des Reit-Fahr-Volgiersports. Er ist unter anderem dafür zuständig, die so genannte Jahresturnierlizenz an die Reiter zu vergeben. Diese ist Voraussetzung für die Teilnahme an nationalen und internationalen Wettkämpfen. A nahm Ende Februar 2007 an der X-Show einem Springreitturnier in den USA teil. Bei einer dort von seinem bei dieser Veranstaltung gerittenen Pferd entnommenen Blutprobe wurde im Blut des Pferdes eine nach den Dopingbestimmungen verbotene Substanz entdeckt. Der amerikanische Verband sperrte den A nach mündlicher Verhandlung am 27.11.2007 für Wettkämpfe auf amerikanischen Boden für die Zeit von 3 Monaten ab dem 01.01.2008. (weiterlesen…)
Die FAZ beschäftigt sich in unregelmäßigen Abständen mit sportrechtlichen Fragestellungen. Einen interessanten Artikel von Herrn Milos Vec findet sich anlässlich der Veröffentlichung des Tagungsbandes des wfw-Sportrechtsseminars: „Das Persönlichkeitsrecht des Fußballspielers“ und der darin verfassten Ausarbeitung von Jörg Englisch mit dem Titel „Ausgestaltung der Persönlichkeitsrechte gegenüber den Vereinen und Verbänden im Fußballsport“. (weiterlesen…)
OLG München, U (K) 5327/08
Der Fall:
Die Klägerin, ein Taekwondo Landesverband, begehrte die Aufnahme bei der Beklagten, dem nationalen Takwondo Spitzenverband. Die Beklagte lehnte dies mit Verweis auf ihre Satzung ab, worin geregelt sei, dass pro Bundesland nur ein regionaler Verband Mitglied werden dürfe, und dieser Platz für das Land der Klägerin bereits belegt sei. Zusätzlich käme eine Aufnahme aufgrund der Tatsache nicht in Betracht, dass die Klägerin Mitglieder habe, die geografisch nicht innerhalb des Landesverbandes lägen. Die Klägerin war der Auffassung, die Nichtaufnahme stelle eine sittenwidrige Schädigung durch wettbewerbsbeschränkende Diskriminierung dar. (weiterlesen…)
Der Fall:
Wie weit das Sportrecht in die verschiedensten Rechtsgebiete vorstößt, zeigt der folgende Fall. Insbesondere der Profisportler und seine Vertragspartner nehmen mit ihrer medialen Tätigkeit am gesamten Zivilrechtsverkehr teil:
BSozG, URteil vom 24.01.2008, Az.: B 3 KS 1/07 R
Die A vermarktet die Werbe- und Persönlichkeitsrechte der Klitschko-Brüder. Hierzu schloss sie mit Unternehmen Vermarktungsverträge ab, nach denen die Klitschko-Brüder zur Teilnahme an einigen Werbespots verpflichtet wurden. Die Künstlersozialkasse wertete die von A aufgrund der Verträge an die Klitschkos gezahlten Beträge als Entgelte für künstlerische Leistungen und belegte sie mit der so genannten Künstlersozialabgabe. Hiergegen klagte die A vor dem Sozialgericht. Entscheidend kam es in diesem Fall darauf an, ob die Klitscho-Brüder bei ihren Auftritten und dem Mitwirken an den Werbespots als Künstler im Sinne des Künstlersozialversicherungsgesetzes (KSVG) anzusehen waren. Gemäß § 2 KSVG ist eine Person Künstler, wenn sie Musik, darstellende oder bildende Kunst schafft, ausübt oder lehrt.
(weiterlesen…)
Der Fall:
Ein kurioser Sportrechtsfall ereignete sich im Mai in der 3. Liga des DFB. Einen Einblick gibt zunächst ein Artikel aus dem Onlineportal der Süddeutschen Zeitung vom 02.05.2010:
Leipzig (dpa) – Das Sportgericht des Deutschen Fußball-Bundes wird im Aufstiegskampf der Drittligisten zum Zünglein an der Waage. Am 3. Mai entscheidet das Gremium in Frankfurt/Main über einen Einspruch von Carl Zeiss Jena gegen die Wertung des mit 1:2 verlorenen Heimspiels gegen den 1. FC Heidenheim.
Nach Ansicht der Jenaer hatte der Gegner in Martin Klarer einen Spieler eingesetzt, der nach zehn Gelben Karten gesperrt gewesen sein sollte. Folgt das Sportgericht dieser Ansicht, würde die Partie mit 2:0 Toren und drei Punkten für die Thüringer gewertet. Diese würden mit dann 63 Zählern vor dem letzten Spieltag punktgleich mit dem Drittplatzierten FC Ingolstadt den Relegationsplatz zur 2. Bundesliga noch zum Greifen nahe haben. (weiterlesen…)