Einsatz eines angeblich “gelbgesperrten” Spielers / Bedeutung des Spielberichtsbogens
Der Fall:
Ein kurioser Sportrechtsfall ereignete sich im Mai in der 3. Liga des DFB. Einen Einblick gibt zunächst ein Artikel aus dem Onlineportal der Süddeutschen Zeitung vom 02.05.2010:
Leipzig (dpa) – Das Sportgericht des Deutschen Fußball-Bundes wird im Aufstiegskampf der Drittligisten zum Zünglein an der Waage. Am 3. Mai entscheidet das Gremium in Frankfurt/Main über einen Einspruch von Carl Zeiss Jena gegen die Wertung des mit 1:2 verlorenen Heimspiels gegen den 1. FC Heidenheim.
Nach Ansicht der Jenaer hatte der Gegner in Martin Klarer einen Spieler eingesetzt, der nach zehn Gelben Karten gesperrt gewesen sein sollte. Folgt das Sportgericht dieser Ansicht, würde die Partie mit 2:0 Toren und drei Punkten für die Thüringer gewertet. Diese würden mit dann 63 Zählern vor dem letzten Spieltag punktgleich mit dem Drittplatzierten FC Ingolstadt den Relegationsplatz zur 2. Bundesliga noch zum Greifen nahe haben. (weiterlesen…)